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sechs Wochen in Kaiteriteri

Hey, ich melder mich auch mal wieder hier! ^^

Die Zeit vergeht soo schnell, unglaublich! Heute sind Mimi und ich genau schon 6 Wochen in Kaiteriteri! und wir haben uns hier so gut eingelebt, wir wollen gar nicht mehr weg... ^^ Wir leben im luxus: in einem Zimmer mit Mairna, einem Maedchen aus Holland die auch hier arbeitet und total nett und lustig ist, haben alles von Duschen ueber Kueche bis zu Fernsehr mit Sky TV, golden farbener Strand und tuerkises Meer und einem Restaurant nebenan wo wir alles zum halben Preis kriegen wenn wir mal nicht kochen wollen! :-) Das wichtigste ist aber: tausend super liebe Menschen um uns rum, die uns auch gern haben und am liebsten hier behalten wuerden... ^^ uns wurde schon vorgeschlagen einfach nach neuseeland auszuwandern und fuer immer hier zu bleiben. Dave, der Kuechenchef wuerde uns auch heiraten, damit wir ein Visa bekommen... lol Aber es hilft ja nichts, wir sind nach Neuseeland gekommen um zu reisen und jetzt haben wir auch genug gelddazu verdient! heute war unserer letzter Arbeitstag und wir haben ganz traurig das letzte Bett umarmt, das wir hier gemacht haben... an den Abschied von den ganzen lieben Leuten denken wir noch gar nicht, der kommt dann naechste Woche... yeah! Der Roadtrip is allerdings ohne Jan, der lieber mit Irina rumreist...

Ich habe ein paar Fotos von Kaiteriteri hochgeladen, guckt sie euch an und werdet neidisch! ^^

vermisse euch alle!!! eure Miri (oder Maza wie ich hier genannt werde...^^)

Miri am 14.3.10 03:58


Mein Job und mein langes Wochenende

Wie schon erwähnt habe ich jetzt einen Job als lebende Baustellenampel. Meine Aufgabe ist, jedes Auto, das kommt, anzuhalten, denn direkt neben der Straße werden Bäume gefällt. Wenn die Holzfäller mal ganz ungeschickt sind, der Wind schlecht steht und die Sonne blendet und gleichzeitig noch ein Schmetterling vorbeifliegen würde, könnte es unter Umständen passieren, aber auch nur wenn der Baum groß genug und ganz gerade ist, das vielleicht, möglicherweise ein ganz kleines bisschen Tannennadel auf die Straße ragt. Is aber noch nie vorgekommen. Wie auch immer, das Gesetz sagt da muss einer stehen und das bin ich. Zum Glück ist das ja nicht langweilig, denn man steht ja an einer gut ausgebauten, stark befahren Hauptschlagader des neuseeländischen Nah- und Fernverkehrs. Oder eben auch nicht. Es gibt Tage da quälen sich in 7 Stunden „Arbeit“ gerade mal 3 oder 4 Autos die Schotterpiste entlang ins Nirwana.

Man hat viel Zeit für sich. Is aber auch nicht so schlecht, denn die Arbeit fängt um 6:30 an. Das bedeutet für mich morgens aufstehen, anziehen und ab zur Arbeit. Da dann erst mal schön gefrühstückt, Zähne geputzt und dann Geschirr von gestern abwaschen. Bevor man gar nichts macht, macht man lieber Sachen, die man sonst nie machen würde. Habe das Auto schon zwei Mal komplett aufgeräumt. Heute habe ich alle Reifen gewechselt. Also die von vorne nach hinten und umgekehrt. Und nebenbei habe ich auch noch gearbeitet ich sollte aufpassen, dass ich mich nicht überarbeite. Das nenne ich Multitasking. Das können die Frauen bestimmt nicht. Also alles in allem finde ich den Job ganz gut. Man bekommt ja nicht überall Geld fürs anwesend sein.

Nach genau 2 Arbeitstagen (es war Samstag) würde ich von meinem Chef das erste Mal angerufen um mir mitzuteilen, dass eine Seilwinde kaputt ist und vor Mittwoch sei diese nicht repariert. Ohne Seilwinde ginge nichts und das bedeutet keine Arbeit am Montag und Dienstag.

Was macht man nur mit 3 freien Tagen mitten in Neuseeland. Wem da nichts einfällt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Kurz entschlossen habe ich mich am Sonntag auf den Weg in das ca. 300km entfernte Greymouth gemacht. Irina ist am Samstag weiter gereist und wir haben uns dort wieder getroffen um gemeinsam die Westküste entlang nach Westport und wieder zurück zu fahren. Was soll ich sagen wir hatten 3 wunderschöne Tage. Das Wetter hat gepasst und die Landschaft ist sowieso schön. Die Strecke zwischen Greymouth und Westport ist 100 km lang, trotzdem hatten wir kein Problem drei Tage für Hin- und Rückweg zu brauchen. Etliche Fotostopps und Wanderungen kosteten viel Zeit, hinterließen aber auch unbeschreibliche Eindrücke.

Dienstag hieß es wieder Abschied nehmen, denn am Mittwoch ging die Arbeit weiter. Das mit dem Abschied hat dann doch ein bisschen länger gedauert. Karlchen hat auf der Straße einen Nagel gefunden und musste unbedingt damit spielen. Nach dem Frühstück sind wir noch ganze 10 Meter weit gekommen und dann mussten wir erst mal einen Reifen wechseln. Deswegen auch die ganze Reifenwechselnummer bei der Arbeit. Und da bin ich nun, im Absoluten nirgendwo mit nichts weiter als einem Schild.

So schlimm ist es nun auch nicht, geht mir richtig gut im Moment. Ich hoffe euch geht es genauso, bis bald uns liebe grüße

Jan

Jan am 26.2.10 05:52


Golden Bay und Abel Tasman

Während Miri sich mal wieder ans Geld verdienen machte, entschied ich mich erst mal ein bisschen zu Reisen. Da das alleine aber ziemlich langweilig ist, habe ich mich mit Gabi und Irina zusammen geschlossen.

Nachdem wir Miri bei ihrer Arbeit abgesetzt hatten, ging es für uns in Richtung Golden Bay. Zuerst nur ein paar Kilometer zum so genannten Apple Split Rock, einem riesigen Felsen der sauber in der Mitte auseinander gebrochen war. Noch ein paar Kilometer weiter, in Marahau, haben wir übernachtet. Wir hatten uns entschlossen die gesamte Reise über im Zelt oder im Auto zu schlafen deshalb war es nicht so schwer einen geeigneten Platz zu finden. Am nächsten Tag ging es für uns endgültig zur Golden Bay. Die nächste Nacht verbrachten wir in der Nähe von Takaka. Unser Zelt schlugen wir in der Nähe des Meeres auf. Für den nächsten Tag hatten wir ernsthafte Aufgaben zu erledigen. Was braucht man zum Campen, natürlich Essen, Wasser und STROM. Essen hatten wir dabei, lecker Ravioli für mehrere Tage, Wasserkanister konnte man an den meisten öffentlichen Toiletten auffüllen, aber Strom, den bekommt man nur in der Bücherei. Also verbrachten wir die nächsten 3 Stunden in der Bücherei um Notebook, Handy und Fotoapparate wieder aufzuladen. Anschließend führen wir an das nördliche Ende der Golden Bay, zum Farewell Spit. Dort oben war es mit Campen schon etwas schwerer, denn auf allen öffentlichen Parkplätzen war das Campen verboten. Nach kurzer Suche bauten wir unser Zelt auf einer kleinen Rasenfläche vor einer Schafsweide auf. Wir waren uns sicher, dass dieses Stück Privatgelände ist, aber der Farmer würde schon nicht vorbei kommen. Natürlich kam er doch vorbei aber dazu später mehr. Unser Zelt stand in der Nähe vom Cape Farewell. Nach dem Abendbrot gingen wir ans Meer um überraschend Seerobbenbabys zu sehen als wir  ein paar hundert Meter an der Steilküste entlang wanderten(der Trampelpfad ging mitten über eine Weide vorbei an Schafen und Kühen.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem riesigen LKW geweckt, der die Schafe hinter uns einlud. Wie gesagt der Farmer war natürlich auch da. Wir erwarteten nicht gerade nette Worte, doch er  wünschte uns vergnügt einen schönen Tag. Das wiederholte er dann nochmal, nachdem er alle Schafe in seinem LKW hatte. Alle, ja alle bis auf eines. Das war den Hunden entwischt und niemand bemühte sich es wieder zur Herde zu treiben. Alleine stand es auf der großen Weide. Aus Mitleid wollten wir das arme Tier in unsere Gemeinschaft integrieren und gaben ihm den Namen Johan.

Nachdem wir gefrühstückt hatten führen wir zum nächsten Strand. Leider kann man aber nicht bis an den Strand fahren sondern man muss 20- 40 Minuten. Wir sind zu allen Stränden gegangen und haben den ganzen Tag mit Wandern und am Strand liegen verbracht. Danach stand wieder Lebenserhaltung auf dem Programm. Wir brauchten neues Wasser. Das Dumme ist nur, dass es nördlich von Collingwood kein Trinkwasser gibt. Die Bewohner filtern das Regenwasser und das Wasser, das aus den Hähnen kommt, muss man erst mal abkochen. Wir hatten keine Wahl denn Regen war zu dieser Zeit leider nicht häufig. So mussten wir 50 km zurück nach Collingwood um unsere Wasserflaschen wieder aufzufüllen. Übernachtet haben wir dann wieder bei Johan(Bin mir aber nicht so richtig sicher ob er das zu schätzen wusste). Den vorletzten Tag unserer Reise ging es wieder zurück  nach Takaka. Wir hatten dort einen wunderschönen Platz zum Campen gefunden, an dem man das Zelt mit Meerblick aufstellen konnte. An diesem Abend ging uns leider das Gas für unseren Campingkocher aus sodass wir nochmal 20 Minuten zum nächsten Restaurant fahren mussten um etwas zum Essen zu bekommen.

Für den nächsten Tag standen nochmal ein kurzer Besuch in der Bücherei auf dem Programm und natürlich die Fahrt zurück nach Nelson.

Lange sollte ich dort aber nicht bleiben. Seit dem ich plane nach Neuseeland zu fahren möchte ich im Abel Tasman National Park kajaken. Ich nutze die Change, dass ich weder Lust noch Gelegenheit hatte irgendwo zu arbeiten und fing an zu planen. Irina war bereits für 6 Stunden im Park kajaken, aber auch sie wollte dort nochmal hin. Wir entschieden uns für eine 4 Tagestour. 2 Tage kajaken und 2 Tage wander.

Was soll ich sagen es war wunderschön. Das Wetter hat die ersten Tage nicht so ganz mitgespielt. Wir hatten stellenweise mit bis zu 2 Meter hohen Wellen zu kämpfen. Das ging nicht nur auf die Kondition sonder auch auf die Nerven. Irina hatte zwischendurch immer wieder mit dem Leben abgeschlossen und kajakte mit geschlossenen Augen um den Untergang nicht kommen zu sehen. Das Wetter war aber nicht immer so schlimm, wir konnten zu Inseln fahren und Seerobben beobachten. Wir haben leider keine Delphine zu sehen bekommen, aber das wäre wohl auch zu viel gewesen. Nachdem wir unser Kajak abgegeben haben ging es zu Fuß weiter. Wir sind unwahrscheinlich eingeregnet. Nach 2 Stunden wandern waren wir komplett durchnässt. Zum Glück kamen wir an eine Stelle, die man nur bei Ebbe überqueren konnte. Wir mussten 1 ½ Stunden warten, das aber wenigstens im Trocknen. Als wir uns wieder auf den Weg machten, hörte es auf zu regnen. Am Strand trafen wir einen Pinguin. Was der da macht? Schlafen? Leider nicht, er war nicht mehr so vital und wird da wohl auch nie mehr vor irgendwas wegrennen. Bei der ersten Low Tide Crossing ging uns das Wasser nur bis zum Schienbein. 2 ½ Stunden Später mussten wir nochmal einen Strandabschnitt passieren. Wir waren genau zu Ebbe an der Stelle und trotzdem ging mir das Wasser bis zu den Knien. Man soll diese Stelle 2 vor bis 2 Stunden nach Ebbe passieren können. Ich möchte nicht wissen wie hoch das Wasser bei denen steht. Ich habe aber gehört, dass schon Leute ihre Rucksäcke über dem Kopf getragen haben weil sie zu spät losgelaufen sind. Das Wetter wurde nach der 2. Überquerung richtig gut. Die Sonne kam raus und die Wanderung durch den Regenwald wurde unvorstellbar schön. Am letzten Tag hatten wir nur noch ein paar Kilometer zu laufen. Um 15 Uhr wurden wir von einem Wassertaxi abgeholt und wieder nach Marahau gebracht. Das Wassertaxi brauchte für die Strecke nur 1 ½ Stunden, dafür konnten wir nochmal alle Strände von Wasser aus sehen. Bei einem Stopp konnten wir sogar einen Rochen beobachteten, der unter unserem Boot schwamm. Sofort drehte der Fahrer ein paar Runden damit auch jeder ein Foto von dem Rochen machen kann.

Nun bin ich wieder in Nelson. Wie es genau weiter geht weiß ich noch nicht genau. Ich werde auf jeden Fall wieder mal auf Jobsuche gehen.

Ich werde so schnell wie möglich ein paar Fotos hochladen. Ich kann auch schon mal sagen in Wirklichkeit sieht alles noch viel schöner aus.

Viele liebe Grüße an alle bis die Tage

Jan

 

Heute (ein Tag später): Habe Arbeit gefunden.

Ich werde ab morgen auf einer Baustelle arbeiten und ein Schild hochhalten um die Autofahrer zum Anhalten aufzufordern, also quasi eine lebende Baustellenampel. Toll. Auf jedenfalls bekomme ich 13$ die Stunde und arbeite 10 Stunden am Tag. Da ich im Moment im Auto schlafe spare ich auch noch die Unterkunft da wird bestimmt ein bisschen was zusammen kommen.

Jan am 17.2.10 04:44


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